Zugspitze über das Höllental

An einem Wochenanfang Ende des letzten Septembers, sollte es mal Deutschlands höchster Berg sein. Nur zu zweit und recht spontan. Wir wählten die Tage Montag und Dienstag, unter der Woche, da die Tour recht überlaufen ist. Das war eine Weise Entscheidung.

In Hammersbach gingen wir los. Der Weg vom Parkplatz aus, kann kaum übersehen werden. Überall wird für die Höllentalklamm geworben. Trotz unter der Woche sind viele Menschen unterwegs. Aber nach Bergsteigern sehen die alle nicht aus.

Am Eingang zur Klamm wird ein Eintritt fällig. Wenigstens ist der für AV Mitglieder sehr günstig. Die Höllentalklamm ist eindrucksvoll aber leider sehr verbaut. Die neu gebaute Höllentalanger Hütte erreichen wir nach etwas über zwei Stunden.

Der Abend auf der Hütte gestaltete sich gemütlich. Es waren nicht viele Menschen hier. Nach ein paar Runden "10.000" mit den Mädels vom Nachbartisch, ging's ins Bett.

Nach dem Frühstück gingen wir direkt los. Mit uns waren nur acht weitere Menschen unterwegs. Die meißten ließen wir bald hinter uns.
Es zog sich aufwärts, dann bald ein steiler Aufschwung mit kurzer Klettersteig-Einlage. Rückwärts geschaut hatte man dann schon einen tollen Blick in's Höllental.
Dann zog es sich hinauf, teils durch Schrofen, immer Richtung Höllentalferner.
Mit erreichen der Moräne des stark zurück geschmolzenen Gletschers, verlief der Weg in den Geröllhalden rechts oberhalb von diesem. Viele Gämsen tummelten sich hier. Teilweise traten diese Steine los.

Am Gletscher legten wir die Ausrüstung an. Steigeisen, Pickel, Helm, Klettergurt. Angeseilt haben wir uns nicht. Der Gletscher war aper, die Spalten sichtbar. Für den Fall der Fälle, hatte ich ein kurzes Seil dabei. Viel Gletscher war es ja nicht mehr und so standen wir nach einem steilen Aufschwung vor dem Einstieg in den Klettersteig.

Hier hing nur ein Stahlseil herab. Die Randkluft war noch ziemlich gut.
Am besten lässt man die Steigeisen für dieses Stück noch an und stemmt sich am Stahlseil hinauf.

Nun zog sich der Klettersteig lange Zeit stetig hinauf. Irgendwann kam Schnee hinzu, was die Sache nicht gerade angenehmer machte. Aber ein Problem war es auch nicht. Der Schnee lag natürlich bis oben hin und so kam dann doch noch ein bisschen Hochtourenfeeling auf.

Während fast der ganzen Tour waren wir alleine. Doch plötzlich kam der Gipfel in Sicht. Kulturschock könnte man dann dazu sagen, was da kommt. Ich hatte es natürlich bereits geahnt. Aber wie das hier aussah, hab ich mir anders vorgestellt. Menschenmassen waren klar, aber die Kräne, Bagger, Baustelle... erschreckend. Die Fotos davon, habe ich bewusst hier nicht eingestellt.

Also die Tour ist schon sehr schön, aber auf diesem Gipfel muss man nicht unbedingt gewesen sein.

Bilder der Tour:

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