Hochtour auf Fluchthorn und Strahlhorn

Ein heißer Juli-Anfang im letzten Jahr, eine achtköpfige Gruppe um mich herum, lange Hatscher im Wallis. Das ist wohl eine typische Alpenvereinsausfahrt aus meiner Feder.

Schon der Aufstieg zur Britannia Hütte auf 3030m, war ein langer Hatscher und über 1500 Höhenmeter aufi. Denn wir nahmen keine Seilbahnhilfe an. Richtig akklimatisieren war mir wichtig, da auch höhenempfindliche Teilnehmer dabei waren.

In der Hitze der Sonne stiegen wir von Saas-Fee über das Plattjen auf. Dann folgte ein Höhenweg unterhalb des Mittaghorn, dann Richtung Klein Allalin zur Britannia Hütte.

Das Fluchthorn, 3802m, als Akklimatisierungstour

Morgens früh um 03:30 Uhr war Aufstehenszeit, Frühstück, Abmarsch...
Erst mussten wir einige Höhenmeter auf den Allalingletscher absteigen und diese ganzen Höhenmeter auch wieder auf dem Gletscher hinauf. Mindestens eine ganze Stunde um wieder auf der gleichen Höhe zu sein. So geht das hier auch weiter. Wir steigen an, steigen ab, wieder an. Das dies kräftezehrend ist, zeigte sich spätestens am nächsten Tag. Nach dem Felsschiff bogen wir auf den W-Grat des Fluchthorns zu, stiegen aber über die NW Flanke auf. Ein kleines Gipfelkreuz erwartet uns oben. Man konnte nun schon einmal den fast kompletten Weg auf das Strahlhorn sehen. Das wird ein Hatscher!

Auf's Strahlhorn, 4190m, als Haupttour

Für diese Tour wurden wir bereits um 2:30 Uhr geweckt, um 3:30 Uhr gingen wir los. Das erste Stück genau wie am Vortag aufs Fluchthorn, dann aber weiter Richtung Adlerpass. Wir gingen aber nicht ganz zum Adlerpass, da dort die Randkluft schon von weitem kompliziert aussah. Also stiegen wir durch die steilere NW-Flanke auf und erreichten eine Hochfläche. Endlich sah man auch den Gipfel. Auf diesen führte ein kurzer Grat. Die Aussicht von hier, war gigantisch - in alle Richtungen. Durch die abseitige Lage des Strahlhorns, kann man rungsum all die hohen und bekannten Gipfel sehen. Der Abstieg war mühselig. Der Firn schon ganz weich, man sank dauernd tief ein. Nach ungefähr zehn Stunden, waren wir zurück an der Hütte.

Darf's ein bisschen mehr sein? Auf's Allalinhorn, 4027m oder Abstieg?

Am nächsten Tag gab's zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Abstieg oder Allalinhorn.
Lust auf's Allalinhorn, über den Hohlaubgrat, hätte ich schon noch gehabt. Drei der Gruppe machten es. Ich blieb natürlich bei den anderen und wir stiegen direkt so ab, wie gekommen. Den Hohlaubgrat werde ich aber noch nachholen 🙂

Fazit: Wer auf tolle Aussicht und lange Touren steht, ist hier gut beraten.

Bilder der Tour:

Tourenbeschreibungen:

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