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Befahrung der Schreiberhöhle

Schlufjoey

Im Mai diesen Jahres, machte ich mich mit meinem Bekannten vom Alpenverein, Wolfgang (der mich einst, mit dem Höhlenfieber angefixt hat), auf den Weg auf die schwäbische Ostalb. Unser Ziel war die Befahrung der Schreiberhöhle. Die Schreiberhöhle ist nur ein kurze Zeit zugänglich. Sie ist sonst verschlossen, da sie eine aktive Fledermaushöhle ist. Im Vorjahr waren wir schon einmal da. Jedoch eine Woche zu früh und standen deshalb vor einem Gitter. Wir wussten nicht um die abweichenden "Öffnungszeiten", im Vergleich zu den üblichen Zeiten auf der Alb. Aber dieses Mal waren wir ja rechtzeitig am Start und einer Befahrung stand somit nichts mehr im Wege.

Wir, je in einen Schlatz (Schlufanzug) gehüllt, schlurften vom Parkplatz zum Höhlenportal. Vom Portal geht's dann erstmal senkrecht, ungefähr acht Meter tief, in die Dunkelheit. Man kann abseilen, müsste dann aber am Seil wieder hoch. Für den nobleren Ab- und Aufstieg hatte Wolfgang eine Alustrickleiter im Gepäck. Auch damit war's ein abenteuerlicher, aber deutlich komfortablerer Abstieg.

Drinnen erkundeten wir Gang für Gang und staunten nicht schlecht über die

Fledermaus

Ausmaße der Höhle (Länge 210m). Es geht schon Eng zu und man muss viel herumschlufen. Viel Makkaroni & Sinterschmuck ist an den Wänden und der Decke vorhanden. Das ist einfach eine schöne, faszinierende und schützenswerte Welt da unten.

Trotz Frühling, habe ich noch drei schlafende Fledermäuse gesehen. Vermutlich einfach zur Nächtigung, ähm Täglichung? Die schlafen ja tagsüber 😉 Ich war bisher aber der Meinung, dass die nur im Winter in Höhlen überwintern und sonst in Bäumen, etc. schlafen.

Insgesamt waren wir drei Stunden untertage, bis wir soweit alles durchgeckeckt hatten. Überall wo es ging, mal reingekrochen, mal geklettert, mal nicht weiter gekommen, mal durchgeflutscht. Einzig die tiefen und engen Innenschächte, haben wir mangels Seil, nicht befahren können. Außerdem hatten wir nach drei Stunden auch keine sonderliche Lust mehr auf einen riskanten Versuch. Aber wir kommen mal wieder, so sagten wir 🙂

Schlufgang

Nur wir beide in einer Höhle. Da ist dann Ruhe im Karton. Beide nicht gerade von gesprächiger Natur 😉 Und wenn es ruhig ist, zum Beispiel auch wenn der andere um eine Biegung rum ist, dann ist es völlig ruhig in so einer Höhle. Da hörst du nur dich selbst, vielleicht auch mal ein Wassertropfen. Aber das war's dann auch an Geräuschkulisse. Genauso ist's ohne künstliches Licht, es ist völlig dunkel. Ganz anders als Oben. Und man darf im Matsch spielen und sich richtig dreckig machen. Männerträume 🙂

Als wir dann dreckig bis oben hin, wieder das Licht der Welt erblickten, war gerade ein Schar von Albwanderern unterwegs. Die staunten nicht schlecht, als wir aus dem Loch geklettert kamen. Sofort wurden wir fotografiert und mussten Rede und Antwort stehen. Während dem Zwangsinterview, habe ich angefangen, meinen Schlatz auszuziehen. Wieder neugierige Blicke geerntet 😉 Eine Minute mit Schlatz in der Sonne und du gehst ein. Das ist halt für nasse, kalte Höhlen gemacht.

Das sollte nicht die letzte Höhle an diesem Tag gewesen sein. Davon werde ich mal separat berichten.

Weitere Info's zur Höhle:

Die Schreiberhöhle (7226/06) bei Steinheim

Bilder der Befahrung:

Ein Gedanke zu „Befahrung der Schreiberhöhle

  1. GERNOT

    Ich finde leider keine Möglichkeit deine Seite mit einem Likes zu versehen. Wäre fein über Facebook die Benachrichtigung zu bekommen wenn ein neuer Artikel da ist.

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