Gönningershöhle – eine unterirdische Abseilaktion

Betritt man die Gönningershöhle durch das kleine Portal, steht man in einer größeren versinterten Halle. Schöne Exemplare der Höhlenradnetzspinnen lauern im Eingangsbereich in ihren Radnetzen. Diese Art gehört zu unseren Höhlen und ist, wenn vorhanden, nur vor der Wettergrenze vorhanden.

Gegenüber des Portals ist ein Durchschlupf, der zu dem Schacht in die Tiefe führt.
Vor dem Durchschlupf ist ein großer Felsblock, der betonierte Gewindestangen implantiert hat. Die Bohrhakenlaschen fehlen aber und müssen, nebst Schraubenmutter und Gabelschlüssel, selbst mitgebracht werden.

Über dem Schacht sind gebohrte Haken und alte geschlagene (diese lieber nicht benutzen). Auch hier die Bohrhakenlaschen selbst anbringen.

Die Literatur schreibt 12m Tiefe für den Schacht. Das reicht aber nicht. Ich schätze, es waren mindestens 15m. Nachdem alles aufgbaut war, seilten wir uns in die Tiefe des Schachtes ab. Interessant wird das an engen Stellen.

Die Strapazen lohnen sich aber sehr. Die Hallen nach dem Schacht, sind reichlich und sehr schön versintert und teils unbrührt. Jedoch - auch hier gibt's igorante Menschen, die Tropfsteine abbrechen und im Sinter ihre Namen einritzen. Teilweise von 1980 und früher, wenn man die "Graffity" liest.

Eine Fledermaus hängt auch noch ab, hier unten. Die entdecken wir beim Rückweg zum Schacht.

Für den Wiederaufstieg haben wir oben eine verlängerte Stahlseilleiter eingehängt. Diese benutzen wir für den Aufstieg am Seil. Das ist deutlich komfortabler, als direkt am Seil 🙂

Insgesamt dauert die Aktion eine Weile. Wir waren zu fünft und bis dann jeder unten und wieder oben ist, alles Auf- und Abgebaut ist... Da geht Zeit ins Land. Aber es lohnt sich!

Bilder der Befahrung:

 

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